Neben dem Studium gearbeitet. Früh Führungsverantwortung übernommen. Mehrmals pro Woche trainiert.
Meisterschaften getanzt. Morgens vor der Arbeit noch Lese- und Rechtschreibförderung gegeben.
Ich war ehrgeizig. Und ich war stolz darauf. Was ich lange nicht verstanden habe: Ich habe Leistung mit Wert verwechselt.
Mein Körper begann irgendwann mitzureden. Schlafprobleme. Bluthochdruck. Daueranspannung. Aber ich konnte
das gut wegschieben. „Ich muss funktionieren. Das halte ich noch durch.“
Und dann kam meine erste wunderbare Tochter – und plötzlich schaffte ich gefühlt nichts mehr. Mein System
hatte keine Reserven mehr. Mein Leben war geprägt von einem ständigen Misserfolgsgefühl, enormen
Zeitdruck, sinkender Lebensfreude und ständiger Angst, nicht die liebevolle Mama sein zu können, die ich für
mein Kind sein wollte. Im Alltag war ich ständig gereizt, unser Wunschkind erlebte ich oft als
„anstrengend“ und diese innerliche Zerrissenheit ließ ich dann bei meiner Familie aus. So wollte ich nicht
mehr weitermachen.
Ich begann wieder mit einer wunderbaren Therapeutin zu arbeiten und integrierte Tanzen bewusst und stärker
in mein Leben. Das hat mein Leben verändert. Heute lebe ich mit 2 Kindern ein Leben voller Leichtigkeit und
Freude – auch wenn die äußeren Umstände manchmal herausfordernd sind, wirft mich nichts mehr so leicht aus
der Bahn.
Genau dieses Gefühl möchte ich anderen weitergeben.